Friderico Francisceum Gymnasium in Bad Doberan
Da die erwartbare Platzkapazität auf dem derzeitigen Standort des Gymnasiums langläufig nicht gedeckt werden kann, wird eine Erweiterung im Bestandsgebäude der ehemaligen Berufsschule notwendig. Der Bestand soll weitestgehend erhalten und integriert werden, um das Projekt möglichst klimaschonend zu realisieren. Das Bauvorhaben wird in 2 Bauabschnitten realisiert.
Klassenräume mit Multimediadisplays, eine Aula und Mensa sowie überdachte Freibereiche für Unterricht und außerschulische Zwecke: Damit soll der neue Schulcampus des Friderico-Francisceum-Gymnasiums in Bad Doberan (Landkreis Rostock) ausgestattet werden und Platz für bis zu 450 Schüler der Klassenstufen 7 bis 9 sowie für rund 30 Lehrkräfte bieten. Unter der Planung eines Rostocker Architekturbüros werden die bestehenden Gebäude der alten Berufsschule im Stülower Weg für das Gymnasium umgebaut. Auch eine hauseigene Photovoltaikanlage für den Strom und eine Heizung über Geothermie sind geplant. Rund 20,5 Millionen Euro investiert dabei der Landkreis in das Projekt. "Hier entsteht ein Schulgebäude, das alle Ansprüche an einen modernen Bildungsbau erfüllt.“, so der Kreistagspräsident Veikko Hackendahl. Bei der bereits erfolgten Grundsteinlegung wurde zudem eine Zeitkapsel versenkt, die Wünsche der Schüler für die Zukunft enthält. Die neue Schulanlage soll voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Schuljahres 2026/2027 fertiggestellt werden.
Nachhaltigkeit
Für die Wärmeversorgung wird ein Konzept mit Geothermie verfolgt. Auf der begrünten Neubau-Dachfläche sind Photovoltaik-Module für den Eigenbedarf bzw. zur Einspeisung in das interne Netz des Landkreises geplant. Bei der Gebäudekonstruktion wird durch den Anteil des Holzbaus für zwei Ebenen ein hoher Grad an CO₂-Bindung erreicht. Allein durch den Erhalt des Bestandsbaukörpers kann ca. die Hälfte der Rohbaumasse des 1.BA eingespart werden. Der Neubau wird als Materiallager begriffen, welches nach Ablauf seines Lebenszyklus demontiert und weiterverwendet werden kann. Angestrebt ist ein klimaneutrales Gebäude über den Lebenszyklus von 50 Jahren.
Die Zimmerermeister Karsten Jantzen GmbH wurde mit der Ausführung der gesamten Zimmererarbeiten bei dem Um- und Erweiterungsbau beauftragt.
Quelle - Animation: matrix Architektur gmbh